Schätzungen zum Schwarzmarktanteil im deutschen Online-Glücksspiel werfen Fragen auf
Clara Werner · Aug 15, 2026

Schätzungen zum Schwarzmarktanteil im deutschen Online-Glücksspiel werfen Fragen auf

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat in ihrem Tätigkeitsbericht für 2024 den Anteil des Online-Schwarzmarkts auf etwa 25 Prozent geschätzt, während unabhängige Analysen wie die Studie des Handelsblatt Research Institute aus dem Spätherbst 2025 eine deutlich höhere Quote von über 50 Prozent nahelegen, und diese Diskrepanz rührt vor allem von strengen Vorgaben im regulierten Markt her, die insbesondere hochintensive und hochvolumige Spieler dazu bewegen, auf nicht lizenzierte Plattformen auszuweichen.
Die GGL überprüft derzeit ihren regulatorischen Rahmen, um die Kanalisierung zu verbessern und gleichzeitig Spielerschutz mit der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Marktes in Einklang zu bringen, wobei Beobachter darauf hinweisen, dass die Einsatzlimits bei Slots von einem Euro pro Spin sowie weitere Beschränkungen als zentrale Faktoren für die Abwanderung gelten.
Aktueller Stand der Regulierung im August 2026
Im August 2026 liegt der Fokus der GGL weiterhin auf der Anpassung bestehender Vorschriften, da Daten aus dem 2024er Bericht und nachfolgende Erhebungen zeigen, dass der regulierte Sektor trotz Lizenzvergaben nur einen Teil der tatsächlichen Nachfrage abdeckt, während unabhängige Untersuchungen belegen, dass Spieler mit höheren Einsätzen und intensiveren Spielgewohnheiten vermehrt auf unregulierte Angebote zurückgreifen.
Die strengen Regeln des Glücksspielstaatsvertrags 2021 haben laut den vorliegenden Zahlen zu einer Situation geführt, in der die Kanalisierung hinter den Erwartungen zurückbleibt, und die Behörde analysiert nun gezielt, welche Maßnahmen eine bessere Integration der Spieler in den legalen Markt ermöglichen könnten, ohne den Schutzgedanken aufzugeben.
Unterschiede zwischen offiziellen und unabhängigen Daten
Der Tätigkeitsbericht der GGL für 2024 beziffert den Schwarzmarktanteil mit rund 25 Prozent, doch die spätere Studie des Handelsblatt Research Institute kommt zu dem Ergebnis, dass der tatsächliche Anteil über 50 Prozent liegt, und diese Abweichung entsteht dadurch, dass hochvolumige Spieler die Einschränkungen im regulierten Bereich umgehen, indem sie auf Plattformen ohne Lizenz wechseln.

Experten haben festgestellt, dass die Kombination aus Stake-Limits und weiteren Schutzmechanismen bei bestimmten Spielergruppen zu einer Verlagerung führt, während die GGL ihre Schätzungen auf Basis von Lizenzdaten und gemeldeten Aktivitäten erstellt, die jedoch nicht alle inoffiziellen Transaktionen erfassen.
Überprüfung des regulatorischen Rahmens durch die GGL
Die Behörde hat angekündigt, den bestehenden Rahmen zu überarbeiten, um die Attraktivität des regulierten Marktes zu erhöhen und gleichzeitig die Spielerschutzstandards aufrechtzuerhalten, wobei die Ergebnisse der verschiedenen Studien als Grundlage für diese Anpassungen dienen, und die Maßnahmen zielen darauf ab, die Abwanderung zu nicht lizenzierten Anbietern einzudämmen.
Statistiken zeigen, dass Spieler mit hohen Einsätzen und intensiven Spielmustern besonders betroffen sind, da die festgelegten Limits im legalen Bereich ihre Gewohnheiten nicht abdecken, während die GGL nun prüft, wie eine ausgewogenere Gestaltung aussehen könnte, die sowohl den Marktanteil des regulierten Segments stärkt als auch die gesetzlichen Vorgaben erfüllt.
Auswirkungen auf den deutschen Markt
Die Diskrepanz zwischen den Schätzungen hat bereits zu Diskussionen darüber geführt, wie zukünftige Regulierungen gestaltet werden sollen, und die GGL nutzt die vorliegenden Berichte, um gezielte Anpassungen vorzunehmen, die eine höhere Kanalisierung erreichen und gleichzeitig die Risiken für Spieler minimieren.
Analysen aus dem Jahr 2025 haben ergeben, dass die strengen Vorgaben bei Slots und anderen Spielen einen signifikanten Einfluss auf das Verhalten von Hochstakern ausüben, und die laufende Überprüfung soll diese Dynamik berücksichtigen, ohne die grundlegenden Schutzziele des Glücksspielstaatsvertrags zu vernachlässigen.
Zusammenfassung der Entwicklungen
Die vorliegenden Daten aus dem 2024er Tätigkeitsbericht der GGL und der unabhängigen Studie verdeutlichen die Herausforderungen bei der Einschätzung des Schwarzmarktanteils, während die Behörde weiterhin an einer Optimierung des Rahmens arbeitet, um den regulierten Markt für alle Spielergruppen attraktiver zu gestalten und die Abwanderung zu reduzieren. Weitere Details zur Studie sind in den entsprechenden Veröffentlichungen nachzulesen, und die Entwicklungen im August 2026 zeigen, dass die Anpassungen der Regulierung noch im Gange sind.